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Chief Automation Officer (CAO)

Als erstes Versicherungsunternehmen in Deutschland schafft die Zurich Gruppe Deutschland im Board eine Stelle für den Chief Automation Officer (CAO). Für Matthias Leimpek, Inhaber und Geschäftsführer der MLU Matthias Leimpek Unternehmensberatung, eine konsequent zukunftsweisende Entscheidung.

Es ist ein Novum in der Branche. Als erstes Versicherungsunternehmen in Deutschland benennt die Zurich Deutschland einen Chief Automation Officer (CAO). In vielen Unternehmen fällt die Automatisierung von Geschäftsprozessen bisher weitgehend in den Zuständigkeitsbereich von vor allem CIOs (Chief Information Officer). Der Umfang der Automatisierung in Unternehmen hat sich jedoch so weit ausgeweitet, dass nach Ansicht von Matthias Leimpek eine eigene Verantwortlichkeit auf Managementebene erforderlich ist. Für den Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensberatung stellt sich daher die Frage: Weshalb nicht mehr Unternehmen eine solche Funktion auf Führungsebene installieren, um dem Thema Automation die passende Aufmerksamkeit – sowohl unternehmensintern als auch nach außen – zu geben?

„Die Ernennung eines Chief Automation Officers ist eine Entscheidung, die wir in deutschen Unternehmen – branchen- und größenübergreifend – bislang kaum sehen. Aber ich bin überzeugt, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird“, kommentiert Matthias Leimpek. Je konsequenter Unternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben, umso wichtiger wird es, diese strategische Positionierung auch in einer Position auf oberster Managementebene zu dokumentieren. „Ich bin der Ansicht, dass in jedem Unternehmen in Anbetracht der zunehmenden Bedeutung von Automatisierung digitaler Geschäftsprozesse diese auf eine Funktion fokussiert werden sollte: In großen Unternehmen mit der Schaffung der Position eines CAO. In kleinen Unternehmen in Form eines Multiplikators, der im Namen des Vorstands den Veränderungsprozess antreibt und im Sinne eines ‚Digi-Coachs‘ mit allen Bereichen (Mitarbeitern) in Kontakt seht, Impulse zur digitalen Transformation setzt wie auch den KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) in Schwung hält“, resümiert Matthias Leimpek. Der MLU-Geschäftsführer und langjährige Experte für Bankmanagement sieht die Position des Chief Automation Officers daher gleichberechtigt neben den bekannten Funktionen der Führungsebene wie dem Chief Executive Officer (CEO), dem Chief Financial Officer (CFO), dem Chief Information Officer (CIO), dem Chief Operating Officer (COO) und dem Chief Technology Officer (CTO).

Automatisierung ist zunehmend ein Muss und kein Luxus mehr

Prozessautomatisierung ist heute ein ‚Must-have‘ und kein ‚Nice-to-have‘ mehr. Aufgrund der Effizienz- und Produktivitätssteigerung, die Automatisierungstechnologien und digitale Lösungen mit sich bringen, fallen Unternehmen schnell hinter ihre Konkurrenz zurück, wenn sie sich weiterhin auf manuelle Prozesse verlassen. Digitale Technologien wie Robotic Process Automation (RPA) helfen etwa Versicherungsunternehmen bei der automatisierten Bearbeitung von Schadensmeldungen. Gleichzeitig werden die eigenen Servicemitarbeiter spürbar von manuellen Tätigkeiten entlastet. Viele Prozesse, die in der Versicherungsbranche Zeit, Geld und kostbare Personalressourcen kosten, lassen sich beispielsweise mit den individuellen Business-Automation-Lösungen der MLU automatisieren.

Und während sich die Automatisierung bzw. die damit zusammenhängenden Technologien weiterentwickeln und ausweiten, wachsen auch die Herausforderungen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Zum Beispiel müssen Unternehmen mit dem Einstellungsbedarf für die neuen Arbeitsplätze, die durch die Automatisierung entstehen, Schritt halten. Sie müssen mit internen Unterbrechungen umgehen, wenn sich Teams und Prozesse ändern. Sie müssen Skalierungspläne für kontinuierliches Wachstum und Produktivitätssteigerungen aufstellen. All dies führt dazu, dass die Rolle des CAO im Laufe der Zeit immer häufiger und notwendiger wird.